Die Bauerngruppe ist eine der größten und ältesten Gruppen, die den mittelalterlichen Teil des Peter-und-Paul-Festes präsentieren.

Heute ist sie ein eingetragener Verein mit etwa 200 Mitgliedern der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den vierten Stand des Mittelalters darzustellen.

 

Sebastian Münzer sagt  über die Bauern in der Reformationszeit:

,,Der  vierte  Stand  sind  die  Menschen,  die  auf  dem Felde sitzen in Dörffern und Höffen (...) und werden genannt Bawern (...). Diese führn gar ein schlecht und niederträchtig Leben."

Bereits beim ersten Peter-und-Paul-Fest nach dem Krieg stellten einige Personen Bauern dar. Der erste Bauer überhaupt war Helmut Hell, der eine Gruppe Jugendlicher  entsprechend  einkleidete und mit ihnen als loser Haufen den Festzug bereicherte.

1960 überzeugte Margarete Stoll ihren Mann Hermann davon, dass die ganze Familie am Festzug teilnehmen sollte. Es kostete ihn große Überwindung, dies zu tun.  Doch er gab dem Drängen seiner Frau nach und sie nahmen das erste Mal am Festzug teil.

Im Jahre 1975 schlossen sich spontan sieben Paare aus den Reihen der Bauerngruppe zusammen, um eine Tanzgruppe zu gründen. Gab es doch viele Einladungen für die Gruppe, wo nach Darbietungen auf den Festbühnen gefragt wurde. Musikalisch begleitet wurden die Tänzerinnen und Tänzer in den ersten Jahren von Walter Sauer mit seiner Quetschkommode.

Im Jahre 2010 kann die Tanzgruppe ihr 35-jähriges Jubiläum feiern. In diesen langen Jahren hatten viele Tanz-freudige, aber auch Trainerinnen und Trainer ihren Spaß bei Musik und Tanz.

Inzwischen tanzen schon Kinder und Enkel der ersten Tanzpaare.